Kapitel 2- Ein ungebetener Gast
Nennt mich meinetwegen faul, aber jedes einzelne Kapitel aus Word zu kopieren, hier zu posten und Silbentrennung, usw. nochmals zu bearbeiten, hab ich einfach ein PDF erstellt. Hoffe ihr lest es trotzdem ^^
Comments wie immer sehr willkommen :)
http://s1.directupload.net/images/110514/fxkdesu8.pdf
lendenzorn am 14. Mai 11
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"Pathfinder" Blu-Ray Review
Wenn brachiale Wikinger auf friedliche Amerikanische Ureinwohner treffen, kann das nur auf eines hinauslaufen: ein elendes Gemetzel. Und das ist es auch, was man in "Pathfinder" die meiste Zeit zu sehen kriegt.
Als die Wikinger schon vor rund 20 Jahren erstmals mit einem Schiff nach Amerika kamen, erlitt die Besatzung Schiffbruch und nur einer überlebte: ein kleiner, damals noch stummer Junge. Von den Indianern aufgezogen lebt er unter ihnen als einer der ihren und erinnert sich nicht an seine Abstammung - bis er eines Tages auf die Nordmänner trifft, welche erneut nach Westen zogen. Aber anstatt sich ihnen anzuschliessen kämpft er für seine neugewonnene Heimat und Familie und widersetzt sich mit aller Kraft den mächtigen Barbaren.
Dies lassen die natürlich nicht auf sich sitzen und jagen den Abtrünnigen und seinen Stamm von einem Dorf zum nächsten - eine wilde Hetzjagd beginnt, die natürlich nur blutig enden kann.
Regisseur Marcus Nispel war vorrangig für Videoclips zuständig und hat somit mit einem etwas anderen Format erste Erfahrungen hinter der Kamera gesammelt. Erste Aufmerksamkeit erlangte er dann mit der Neuauflage von "Texas Chainsaw Massacre" unter der Hand von Blockbuster-Meister Michael Bay und bereits dort wurde ersichtlich, dass Nispel in erster Linie viel mit Optik arbeitet. Gefilterte Farben, starke Kontraste und einige interessante Kameraeinstellungen zeigen sich denn auch in "Pathfinder" und drücken dem Film somit ihren Stempel auf.
Bild
Wie bereits angesprochen wurde das Bild von "Pathfinder" stark mit Farbfiltern verfremdet und weist einige ungewöhnlich hohe Kontraste auf. Allerdings kommt dies dem Film zu gute, denn durch die Kontrastwerte wirkt das Bild derart plastisch, dass man in einigen Szenen das Gefühl hat, die Charaktere würden demnächst aus dem Fernseher hüpfen. Die dreckig-dunkle Farbpalette sorgt für eine sehr düstere Stimmung die sich durch den ganzen Film zieht, auch wenn dadurch leider vor allem in wirklich dunklen Szenen fast jegliche Details verloren gehen. Das ist umso mehr schade, da die sehr scharfe Präsentation ansonsten nur so vor Details strotzt. Als einziges Manko erweist sich letzten Endes aber nur das mittelstarke Filmkorn, welches mal mehr und mal weniger sichtbar ist.
Sound
Vor allem in Actionszenen ist der vorliegende DTS-Mix äusserst brachial und weiss auch mit guten direktionalen Effekten zu begeistern. Schön auch, dass der eingesetzte Score äusserst voluminös durch alle Boxen wiedergegeben wird und Stimmen und Dialoge dennoch stets klar verständlich bleiben.
Während somit das komplette Design mitsamt Tiefenbässen sehr voll und warm klingt, sind es die Wikinger welche im Ganzen ein wenig abfallen. In der deutschen Synchro sind die Nordmänner mit ihrer Muttersprache weder so laut noch so voluminös wie die synchronisierten Indianer und trüben somit den Gesamteindruck negativ.
Fazit
"Pathfinder" ist ein Film ohne jeglichen Anspruch. Das macht der Streifen von Vornherein klar und mehr will er auch gar nicht sein. Er ist blutig und brutal, auch wenn man verglichen mit anderen Filmen relativ wenig Körperflüssgkeiten zu sehen kriegt. Aber nebst der wirklich guten technischen Umsetzung hat diese Produktion einfach nicht viel mehr zu bieten. Die Charaktere sind allesamt langweilig und erfüllen jegliche Klischees - deshalb ist es Pflicht, hierbei das Hirn auszuschalten und einfach nur die Action zu geniessen.
-> 5.5/10 Blu-Ray Punkte
lendenzorn am 30. April 11
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"Centurion" Blu-Ray Review
Filme über das alte Rom sind immer eine Gratwanderung zwischen üblem Mumpitz und gelungenen Kostümschinken. Während epochale Meisterwerke wie "Ben Hur" oder "Gladiator" stundenlange Geschichten erzählen, gibt es aber auch solche Streifen wie "Centurion". Rund 1,5 Stunden lang, kaum Charaktertiefen, unausgereifte Stories und nicht einmal immer sonderlich spannend oder originell. Und doch vermögen auch solche Werke irgendwie zu gefallen..
Michael Fassbender kennt der eine oder andere möglicherweise bereits aus "300", in dem er einen tapferen Griechen mimte. Seine Rolle als Centurion im gleichnamigen Film unterscheided sich indes nicht gross davon, abgesehen von der Tatsache, dass Römer etwas mehr als bloss ein rotes Cape am Körper trugen. So sieht man besagten Centurion zu Beginn des Filmes durch den Schnee flüchten, was jedoch weder den Anfang noch das Ende seiner Geschichte darstellt. Als Anführer einer kleinen Garnison ist es an ihm und seinen Männern, das damalige England von den Pikten zu säubern um den Weg für Rom zu ebnen. Doch das Vorhaben geht schief und schon bald machen die Pikten Jagd auf die Legionäre. Jener Handlungsstrang zieht sich durch den ganzen Film und mündet letztendlich in einem wenig spektakulär inszenierten Showdown zwischen den letzten Überlebenden.
Das hört sich mässig spannend an, aber der Film unterhält in erster Linie sofern man von der römischen Thematik angetan ist. Kostüme, Landschaften und Schlachten lassen nichts zu wünschen übrig und tragen den Film bis zuletzt. Das gilt auch für die technische Umsetzung, welche wirklich sehr gelungen ist.
Bild
Das schön scharfe Bild von "Centurion" wartet mit fein gezeichneten Details und einer gelungenen Farbpalette auf. Zwar wirken viele zuweilen ein wenig untersatuiert, das passt aber sehr gut zum Stil des Filmes und wirkt zu keiner Zeit störend. Dies sorgt gemeinsam mit guten Kontrasten zu einem zuweilen überaus plastischen Bild, zumal auch der satte Schwarzwert zu überzeugen vermag und seinen Teil dazu beisteuert. Abgerundet wird das ganze durch einige gelungene Close-Ups in denen unzählige Details der Protagonisten sichtbar werden.
Besonders ins Auge springen jedoch die tollen Kostüme und Rüstungen, die in Sachen Detailfülle schon beinahe an das grosse Vorbild von "Gladiator" herankommen.
Sound
Glücklicherweise steht der Soundmix dem qualitativen Bildstandard in keinster Weise nach, sondern kommt sehr voluminös daher - was in erster Linie für die pompöse und passende Musikuntermalung gilt. Aber auch die Dialoge hören sich äusserst druckvoll an und sind stets klar verständlich. Die gute Basswiedergabe lässt den Subwoofer in Actionszenen gerne ein wenig schwitzen, nicht zuletzt da dank Feuer & co. auch einiges an Tiefenbass verwendet wird.
Dazu gesellen sich zu guter letzt einige schöne direktionale Effekte, welche das gelungene Balancing vollenden.
Fazit
"Centurion" mag es nicht mit anderen Genregrössen aufnehmen oder durch Originalität oder gar viel Spannung zu überraschen. Diese Mankos im Skript macht die Blu-Ray jedoch durch die vorbildliche technische Umsetzung wett, die dem Filmspass keine Grenzen setzt. Wer sich also mit den Römern gut identifizieren kann und schon an durchschnittlichen Streifen wie "King Arthur" seinen Spass hatte, der darf auch bei "Centurion" ruhigen Gewissens einen Blick riskieren.
-> 7/10 Blu-Ray Punkten
lendenzorn am 29. April 11
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