"The Last Samurai" Blu-Ray Review
Die Geschichte kennt man bereits von unzähligen anderen Filmen: der Hauptcharakter welcher für Übermacht A kämpft, gelangt irgendwie in das feindliche Lager B - sei es durch Infiltration oder wie in diesem Beispiel Gefangennahme - und mutiert im Laufe des Films zum Sympathisant von Partie B um letztendlich gegen A zu kämpfen und sich somit gegen seine Ursprünge zu wenden. "Der mit dem Wolf tanzt", "Pocahontas" und nicht zuletzt "Avatar" sind bekannte Vertreter dieser Sorte Film und somit weiss man im Grunde bereits von der ersten Minute weg, wie die Handlung ihren Abschluss finden wird. Und doch ist "The Last Samurai" mit Tom Cruise irgendwie faszinierend. Die darstellung der altjapanischen Kultur mit seinen ehrenhaften Samurai ist etwas nicht ganz alltägliches im Hollywoodkino - und vielleicht übt grade das die gewisse Anziehungskraft aus, die nun auch auf Blu-Ray übertragen wurde.
Bild
Gut, aber nicht spektakulär. Mit diesen wenigen Worten könnte man zusammenfassen, was das Auge hier erblicken wird. Genau wie die Katana der Samurai ist auch die Bildqualität dieses Filmes ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite findet sich eine teilweise prächtige Farbpalette die in erster Linie sehr natürlich und nie übertrieben wirkt. Andererseits schwächelt die Präsentation vor allem bei den Details, welche aufgrund des nicht ganz so scharfen Bildes das ein oder andere Mal auf der Strecke bleiben. Hintergründe, Gewänder, Schwerter oder Rüstungen sind mehrheitlich wundervoll anzusehen - die Gesichtszüge unter dem Strich jedoch zu weich. So lassen selbst Close-Ups viele Feinheiten aus und man wünscht sich stets eine erneute digitale Nachbearbeitung, um das Maximum herauszuholen.
Letztendlich hat man zwar wenig Grund zum meckern, aber von einer Referenz ist man hier ebenso weit entfernt.
Sound
"The Last Samurai" ist ein sehr ruhiger Film, der daher auch eher frontlastig daherkommt. Die vielen Dialoge sind stets klar und auch die musikalische Untermalung (einmal mehr von Hans Zimmer) vermag zu gefallen. Bis auf wenige Szenen langweilen sich die hinteren Surroundboxen wie auch der Subwoofer und manch einer vermisst vielleicht den Bombast wie man ihn aus anderen Filmen kennt.
Das Ergebnis ist keinesfalls schlecht, denn die Qualität von Stimmen, Effekten und Score ist auf ansich sehr hohem Niveau angesiedelt; jedoch sollte man von diesem eher gemächlichen Film keine Wunder erwarten.
Fazit
Auch wenn ich Tom Cruise in diesem Streifen einmal mehr als für zu glatt halte, so finde ich dennoch Gefallen an "The Last Samurai". Die altjapanische Kultur war schon immer faszinierend und wird hier erstaunlich gut eingefangen, wenn auch nicht perfekt. Der Blu-Ray Umsetzung fehlt es allerdings ebenso an dieser Perfektion, was sich bei der Bildqualität als erstes bemerkbar macht. Man könnte einfach noch etwas mehr Schärfe und Detailreichtum erwarten, denn hier sind die grossen Unterschiede zur normalen DVD nicht immer klar ersichtlich.
Letzten Endes dürften natürlich die Fans ihr Interesse bekunden, wer jedoch bloss auf eine möglichst hohe Qualität auf ist, wird wo anders eher fündig.
-> 6.5/10 Blu-Ray Punkten
lendenzorn am 07. Februar 11
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"Gladiator Extended" Blu-Ray Review
Ridley Scott und sein Meisterwerk. Viel mehr braucht man dazu grundlegend nicht mehr zu sagen. Nicht nur brachte uns "Gladiator" die monumentalen Sandalenfilme zurück, sondern das fast 3-stündige Kostümdrama mit historischem Anstrich wurde auch noch mit mehreren Oscars prämiert. Es war ein filmisches Comeback wie es sich das alte Rom nichtmal zu erträumen wagte. Aber kann der bereits 10 Jahre alte Streifen auch auf Blu-Ray überzeugen?
Bild
Die erste Blu-Ray Master von "Gladiator" war Berichten zufolge kurzgesagt eine Schande. Viele Details und sogar ganze Objekte (beispielsweise Pfeile) verschwanden ins Nichts und ausser zig Doppelkonturen war vom Schärfegrad einer blauen Scheibe nicht mehr viel zu sehen. Doch Universal Pictures reagierte und ersetzte diesen Fauxpas mit einer Neuauflage, die es in sich hat:
Wer die erste Schlacht in den Wäldern Germaniens als Referenz nimmt, wird wohl oder übel enttäuscht sein. Hier ist die Farbdarstellung aufgrund der verwendeten Stilmittel noch etwas zu dunkel und die vorhandenen Kontraste lassen kaum Plastizität aufkommen. Wer jedoch die ersten Szenen bis zum nächsten Tagesanbruch durchsteht, wird erkennen, wozu Ridley Scotts Meisterwerk fähig ist. Die Detailzeichnung ist zum Grossteil fantastisch, wenn nicht sogar überragend. In Gesichtern könnte man Poren und Bartstoppeln schon beinahe abzählen, an Rüstungen erkennt man jede noch so kleine Einzelheit und jegliche Schriftzüge die man quer in der ganzen römischen Hauptstadt findet, sind entzifferbar. Hinzu gesellen sich feinste (beabsichtigte) Staub- und Sandkörner und eine sehr natürliche Farbgebung. In einigen Aufnahmen bietet die neue Auflage von "Gladiator" somit sogar Demomaterial und spiegelt die Vorzüge von Blu-Ray beeindruckend wieder.
Sound
Akkustisch war dieses Epos schon immer in der vorderen Liga, aber dennoch konnte man auch hier noch einen drauf setzen. Selten zuvor klangen die Faustschläge und Schwerthiebe derart wuchtig wie in dieser Version - und wer erstmals den lautstarken Applaus der Zuschauer im Colosseum wahrnimmt, weiss, wie voluminös solche Effekte eigentlich klingen sollten. Ohernbetäubend, realistisch und schlichtweg grandios.
Selbiges gilt für Hans Zimmers Score der einmal mehr perfekt eingespielt und eingesetzt wurde, in 1-2 Szenen jedoch auch minimal lauter hätte sein dürfen, um die Intensität noch besser zu unterstreichen.
Fazit
Mit der Neuauflage wird aus "Gladiator" endlich das, was man sich schon so lange wünscht: ein nahezu perfektes Heimkinoerlebnis. Eine wuchtige Soundkulisse und ein sehr scharfes und detailreiches Bild runden einen meiner Lieblingsfilme dermassen gut ab, dass man ihn sich am liebsten mehrmals hinter einander ansehen möchte.
Für Fans dürfte der Fall sowieso klar sein, aber auch für alle anderen deren Sitzfleisch für fast 3 Stunden Heldenepos gerüstet ist, gilt: holt euch diesen Film. Und zwar sofort.
-> 9.5/10 Blu-Ray Punkten
lendenzorn am 06. Februar 11
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"Those whom the gods detest"-Tour 2011
Nile. Ein Name, eine Band, eine Legende. Rein technisch gesehen gehören die 3 Männer aus South Caroline zu den besten Death Metal Bands auf unserem Planeten und bereits vielerorts wurden auch ihre Livequalitäten hochgelobt. Bei ihrem Besuch im Zürcherischen Dietikon am Samstag den 29.01.2011 durfte ich mich also erstmals selbst davon überzeugen, wie gut die Herren wirklich sind. Doch eines nach dem andern.
Location
Das Sounddock 14 in Dietikon ist wohl nicht unbedingt die Art von Club, die sich manche Band gewohnt ist - erinnert es doch rein optisch eher an eine alte Lagerhalle als an ein Konzertlokal. Ein kalter Betonboden, kahle Betonwände die teilweise mit Holz verkleidet wurden sowie ein Schiebetor aus Blech sorgen hierbei für das nötige Feeling. Platz bietet das Dock für rund 400 Leute und war auch an jenem Samstag durchaus gut besucht, was nicht zuletzt für einige Schwierigkeiten sorgen sollte, wenn man zur Bar, auf die Toilette oder nach draussen gelangen wollte.
Um eine dieser drei Destinationen erreichen zu können, muss man sich zwischen Mischpult/Wand, Mischpult/Merchandise oder Mischpult/Bar vorbeiquetschen, was alles andere als leicht ist, wenn alles mit Menschen zugestellt ist. Die haben natürlich alle ihr gutes Recht genau dort stehen zu dürfen, aber vor allem wenn man dringendst das Klo besuchen wollte, war es ungemein mühsam, sich erst an 50 durstigen Metallern mit langen Haaren vorbeizuquetschen, die oftmals auch noch einige Zentimeter grösser waren als meine eher kurzgeratene Wenigkeit.
Das Klo indes war, gemessen an der allgemeinen Qualität der Einrichtung, durchschnittlicher Standard. Es war zumindest am Anfang sauber, die Spülungen funktionierten und es war auch genügend Papier vorhanden um sich nach dem Händewaschen die Finger auch noch trocknen zu können.
Die Bar ist verhältnismässig kurz geraten und war mit nur 3 Bedienungen natürlich stark ausgelastet und es vergingen oft (zu) viele Minuten bis man seine Bestellung aufgeben konnte. Die Preise hingegen sind relativ fair (gemessen am Zürcher Standort) und die Auswahl der Getränke für ein Konzertlokal durchaus ausreichend.
Die kleine Bühne war ausreichend beleuchtet und hoch genug, so dass man die Musiker eigentlich von jeder Position aus gut erblicken konnte und auch soundtechnisch vermochten die doch eher kleinen Lautsprecher zu überzeugen und die Klänge gut im Raum zu verteilen.
Im Endeffekt bleibt einfach die Tatsache, dass das Sounddock viel zu eng ist, was sich auch bemerkbar machte wenn plötzlich die Hälfte der Besucher in den Eingangsbereich wollte um eine zu rauchen, oder sich eine Kleinigkeit vom Met- oder Burgerstand zu gönnen. Denn auch dort war v.a. durch die Umzäunung der Platz sehr beschränkt und kaum Bewegungsfreiheit vorhanden.
Positiv ist die Nähe zum Bahnhof Dietikon, welcher in etwa 5-10 Minuten bequem zu Fuss zu erreichen ist.
Somit erhält die Location von mir 7/10 bangende Metallköpfe.
Preise
Wie bereits erwähnt bewegten sich die Preise in einem fairen Rahmen, gemessen daran, dass man sich immerhin im Kanton Zürich befand. 6 Franken für 4dl Bier plus 1.- Pfand gingen in Ordnung, wie auch der Eintrittspreis von 38 Eiern für die gebotenen 5 Bands. Hinzu kamen 5.- für die doch eher kleinen, nicht allzu üppigen Burger und verhältnismässig stattliche Preise für einen Becher Met.
Für die Preispolitik hagelt es hier 8/10 bangende Metallköpfe.
Bands
Musikalisch bot der Veranstalter an diesem Samstag eine nette Mischung verschiedener Stile, wobei eine junge Band aus der Westschweiz den Anfang übernehmen durfte. "Dark Rise" hiessen die jungs und fielen in erster Linie durch ihren sehr schlechten Frontmann auf, der eher an einen sterbenden brünftigen Hirsch erinnerte, als an jemanden der wirklich wusste wie man growlt. Sehr schade, weil die Jungs rein vom musikalischen her ihre Sache nichtmal allzu schlecht machten. Für einen Opener letztendlich jedoch in Ordnung.
Als nächstes wurde es mit schwedischem Melo-Death von "Zonaria" etwas homosexueller auf der Bühne. Allein ihr Outfit sorgte für den einen oder anderen Schmunzler: Gothic-Stil kombiniert mit Hockeypads anstelle der Bauchmuskulatur war dann doch etwas merkwürdig. Die Songs gingen allerdings ins Ohr und sorgten für ein paar nickende Köpfe, ohne aber gross begeistern zu können. Ein Auftritt ohne Tiefen, aber auch ohne wirkliche Höhen.
Dritte im Bunde kamen aus Deutschland, hörten auf den Namen "Dew Scented" und prügelten dem Publikum eine gelungene Mischung aus Death und Thrash um die Ohren. Erstmals an jenem Abend kam wirkliche Stimmung auf, man sah erste Circle- und Moshpits und auch die Band hatte sichtlich Spass. Der bis dato sicherlich beste Auftritt des Abends.
"Melechesh" aus Israel kannte der eine oder andere bereits vom MehSuff Metal Festival und wusste deshalb was hier geboten würde: orientalisch anmutender Black Metal mit netten Soli, gut akzentuierten schnellen Blasts und einer guten Portion Melodie. Wenn es auch nicht so ganz mein Fall war, so kann man das Set dennoch als kurzweilig und gut bezeichnen - wennauch nicht sonderlich speziell.
Zu fortgeschrittener Stunde versammelte man sich dann im Saal um "Nile" zu sehen - für die meisten wohl der Hauptgrund weshalb man überhaupt angereist war. Die Uhr zeigte bereits 23:30 und eigentlich sollten die Amerikaner seit gut 50 Minuten auf der Bühne stehen. Diese Art von Verzögerung kennt man zwar von den meisten anderen Konzerten, aber was dann geschah, spottet jeglicher Normalität: Roadies betraten die Bühne und fingen an, an Gitarren rumzuzupfen. Ganz langsam und gemächlich, ohne Hast. Zwischendurch kamen Rufe vom eigens mitgebrachten Mann am Mischpult, dann verschwand wieder jemand von der Bühne, ein anderer kam und es war ein ständiges Hin und Her, während von "Nile" noch überhaupt nichts zu erkennen war. Gitarren wurden gestimmt, Mikros am Drumkit befestigt, alles durchgecheckt - jedoch mit der geschwindigkeit einer bekifften Galapagosschildkröte.
Das interessanteste daran: wer selbst in einer Band spielt, weiss, dass genau solche Dinge bei Ankunft erledigt werden sollten. Da führt man einen Soundcheck durch und macht alles bereit, so dass man letztendlich nur noch die Bühne zu betreten braucht - vor allem wenn sowohl Verstärker wie auch das komplette Drumkit bereits den ganzen Abend hindurch auf der Bühne bereit standen. Aufgebaut, versteht sich. Somit verstrichen unglaubliche 45 Minuten(!) bis sich die vier Herren dann doch mal auf die Bühne bequemten um ihr Set zu beginnen. Zwar entschuldigte man sich für "technical difficulties", aber selbst das war angesichts der Wartezeit dann eher lächerlich - nicht zuletzt da jede Band zuvor einfach loslegen konnte und sogar gut klang, und ein netter junger Herr hinter mir meinte, dass "Nile" genau das selbe schon einmal abgezogen hätten. Sehr schwach.
Das Set vermochte dann leider auch nicht mehr, meine hohen Erwartungen zu erfüllen. Die Songauswahl war zwar durchdacht mit viel neuem und auch einigen älteren Klassikern; aber das Ganze wurde viel zu lieblos präsentiert. Karl Sanders beispielsweise stand fast immer genau am selben Fleck und zupfte eher gelangweilt an seiner Gitarre rum. Kein Wort zum Publikum, keine wirbelnden Haare, gar nichts. Nur seine Killerplauze die er nach knapp einer Stunde wieder von der Bühne schob, nachdem er die Gitarre wortlos an seinen Roadie weitergereicht hatte. Von Enthusiasmus oder Freude keine Spur - einzig der mitgebrachte Live-Bassist gab sich Mühe, sprach zum Publikum, spielte technisch hervorragend und vermochte auch die Vocals gut rüberzubringen. Ansonsten war der Auftritt der Mannen sehr enttäuschend und konnte meine Erwartungen nicht ansatzweise erfüllen. Dumm nur, dass ich ihnen bereits vor dem Auftritt 30 Kröten für ein T-Shirt in den Rachen geschoben hatte.
Alles in Allem verdient die Bandauswahl 6/10 bangende Metallköpfe, was durchaus auch mehr hätte sein können - das Potential war jedenfalls vorhanden.
Fazit
Hatte ich meinen Spass bei diesem Konzert? Jain. Nachdem meine Stimmung anfangs sehr hoch angesiedelt war, fiel sie vor dem Auftritt von Nile in den Keller. Die lange Wartezeit und die Allüren der Band machten vieles zunichte und nahmen dem Abend den ganzen Schwung.
Werde ich wieder nach Dietikon tingeln? Sehr wahrscheinlich. Werde ich mir Nile nochmals ansehen? Höchstens in einem anderen Rahmen.
Gesamthaft 21/30 bangende Metallköpfe mit einem sehr faden Beigeschmack.
lendenzorn am 01. Februar 11
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"Master and Commander" Blu-Ray Review
Irgendwas hat Russel Crowe an sich, dass der Australier in jedem zweiten Film den er dreht ein draufgängerisches Rauhbein spielen muss. So auch in diesem knapp 140 Minuten langen Streifen der leider an einem Grossteil des Publikums irgendwie vorbeigeschrammt ist. Zeit dies nachzuholen!
Die Surprise gehört zur Speerspitze von Englands Flotte im Krieg des 19. Jahrhunderts. Schnell, wendig, 29 Kanonen an Bord - und doch im Kampf gegen die Acheron unterlegen. Und genau dieses Schiff möchte Captain Jack Aubrey einholen und zur Strecke bringen. Eine Aktion welche das Ende des Krieges herbeiführen soll, bevor ihn Napoleon noch in weitere Meere trägt.
Trotz der Tatsache dass beinahe während des gesamten Filmes nur die Surprise mitsamt Besatzung zu sehen ist, gestaltet sich das Geschehen ungemein spannend und fesselnd und der Zuschauer wird förmlich in das Leben auf See hineingezogen; denn nicht nur das Wetter ist hier rauh.
Bild
Sagen wir es ungeschönt: die Bildqualität von "Master and Commander" kann nicht ganz mit anderen Produktionen mithalten und das trotz des eher jüngeren Alters des Films. Unter Deck wirkt die Farbwiedergabe sehr warm und voll, während unter freiem Himmel alles ein wenig blass erscheint. Hinzu kommt trotz einiger erkennbarer Details eine zu weiche Zeichnung der Konturen sowie ein nicht ganz optimaler Schwarzwert in dunkleren Szenen. Einzig in Close-Ups oder bei den Landschaftsaufnahmen der Galapagosinseln vermag die Bildqualität mit vielen schönen Details zu überzeugen, bleibt ansonsten aber leider im zu schwachen Durchschnitt hängen. Von einer Firma wie Universal hätte man hier mehr erwarten können, nicht zuletzt wenn man den Streifen mit anderen Produktionen aus dem selben Haus vergleicht.
Sound
Auf ganzer Linie gepunktet wird hingegen beim Soundmix, der auch hier sowohl in Deutsch wie auch in Englisch im DTS-Format vorliegt. Wenn die Erste Kanonenkugel im Schiffsrumpf einschlägt und Löcher in die knarzenden Balken reisst, möchte man sich am liebsten ducken um nicht auch erwischt zu werden - die Audioqualität ist schlichtweg fantastisch. In ruhigeren Passagen hört man jede einzelne Bewegung des Schiffs und das Biegen des alten Gebälks, während in den Schlachtszenen der Subwoofer so richtig ins Schwitzen gelangt und von allen Seiten einzelne Soundfragmente auf die Ohren dringen. Erstaunlich ist, dass diese immer klar definierbar sind und sich nie in einander verlieren. Dies gilt nicht zuletzt auch für die optimal abgemischten Dialoge welche immer klar verständlich bleiben. Ein wahres Freudenfest für die Lauscher!
Fazit
"Master and Commander" ist alles andere als ein schlechter Film - im Gegenteil: spannend, unterhaltsam, mitreissend und handwerklich ausgezeichnet gemacht. Doch der Blu-Ray fehlt es klar an Qualität. Wenn auch die Soundspuren in allen Belangen zu überzeugen vermögen, so bleibt das Bild hinter den Möglichkeiten der blauen Scheibe zurück und hinterlässt einen leicht enttäuschenden Eindruck. Somit bleibt die Scheibe in erster Linie für all jene interessant, die den Film ansich interessant genug finden - Detailfetischisten sollten lieber woanders zugreifen.
-> 6.5/10 Blu-Ray Punkten
lendenzorn am 28. Januar 11
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